Liebe Pfarrangehörige
Liebe Leser/innen!
Ostern – die Wirklichkeit hinter dem Kreuz
„Hinter das Kreuz zu schauen“, ist uns nur bedingt möglich. Da müssen wir ein Wagnis eingehen, hoffen und vertrauen. Diesen hoffenden und vertrauenden „Blick“ dürfen wir an Ostern feiern.
Wir feiern die Wirklichkeit hinter dem Kreuz, wir feiern die Wirklichkeit hinter dem Tod. Vor dem Kreuz müssen wir nicht stehenbleiben. Als Christen sind wir eingeladen, weiterzugehen, dieses Wagnis einzugehen, dahinter zu schauen. Jesus ist nicht am Kreuz geblieben, Jesu Leben ist nicht mit seinem Tod abgeschlossen, besiegelt.
Jesus ist auferweckt worden von Gott und deshalb hört auch mit unserem Tod nicht unser Leben auf – auch wir werden erweckt von Gott … auf das dürfen wir uns ein Leben lang einstellen und vorbereiten. Vielleicht können wir uns dann trauen, zu vertrauen.
Die Wirklichkeit hinter dem Kreuz feiern wir an Ostern – mit Licht und Gesang, mit Bildern und Symbolen, damit wir unseren „Blick hinter das Kreuz“ gut einordnen können:
mit der Hoffnungsfarbe GRÜN hat Doris Hopf das Pfarrblatt-Titelbild gestaltet und das Licht ist „hinter dem Kreuz“ zu sehen. Es entsteht verwandeltes, neues Leben, mit dem Symbol des Weizenkorns hat Frau Marianne Bundscherer unsere Osterkerze verziert. Das Weizenkorn stirbt, aber das Korn „wird erweckt“ und es entsteht neues verwandeltes Leben.
Wenn wir uns trauen, zu vertrauen laden uns beide Bilder ein, weiterzudenken, zu meditieren, auf Spurensuche zu gehen, um die „Wirklichkeit hinter dem Kreuz“ zu entdecken.
Diese Wirklichkeit sollten wir in unserem Leben nicht vergessen und schon gar nicht ausklammern. Diese Wirklichkeit schenkt unserer irdischen Lebenswirklichkeit erst einen Sinn und stellt alle Selbsterlösungsambitionen absolut in Frage. Mehr und mehr kommen solche Fantasien auf, wenn sich der Mensch als „kleiner Gott“ versteht, der angeblich alles kann, alles weiß, alles in der Hand hat und dann auch alles beenden will. Allein Gott ist aber der Ursprung und das Ziel allen Lebens, der uns „aufweckt“, wenn wir am Ende unseres Lebens sind …
So feiern wir Christen Ostern und „kauen“ zunächst das Leben durch – mit allen Dunkelheiten von Macht und Verrat, von Mord und Tod wie es weltweit gelebt wird. Doch wir bleiben vor dem Kreuz nicht stehen, wir schauen dahinter, um die Wirklichkeit von Ostern schon jetzt zu erspüren …
Feiern Sie mit, lassen Sie sich einladen, trauen Sie sich, zu vertrauen. Wir wünschen Ihnen und wir wünschen uns, dass wir das können – frohe Ostern!
Ostern – die Wirklichkeit
hinter dem Kreuz

Doris Hopf, dorishopf.de – pfarrbriefservice.de
Kath Pfarrgemeinde St. Antonius Abb. – St. Wolfgang
Zu den Linden 7
92245 Kümmersbruck
(09621) 82207
pfarramt@pfarrei-kuemmersbruck.de
www.pfarrei-kuemmersbruck.de
