Katholische Pfarrgemeinde St. Antonius – St. Wolfgang Kümmersbruck

Liebe Pfarrangehörige
Liebe Leser/innen!

Getragen sein – das wünschen wir uns alle. Dass wir getragen sind, gehalten sind, etwas von Geborgenheit verspüren, das ist für unser Leben bedeutsam, das lässt uns erst „richtig“ leben.

Mit dem Fest „Mariä Lichtmess“ – „Darstellung des Herrn“ – und dem Tauferinnerungs-Gottesdienst, den wir am Sonntag darauf feiern, rückt dieser Aspekt des Lebens – bezeichnenderweise am Beginn eines Jahres – in den Mittelpunkt.

Wer trägt uns? Als Christ/innen durften wir erleben, wenn wir als Kleinkinder getauft wurden, dass wir in die Kirche getragen wurden. Da waren die Eltern und Paten, die diese Aufgabe übernommen haben und die uns dieses Erleben geschenkt haben. Vielleicht meinen wir, dass das banal ist, aber auf den Händen gehalten werden, getragen werden ist für Kinder – und eben für jeden Menschen – eine Ur-Erfahrung, die uns erspüren lässt, dass wir geborgen und gehalten sind. Zur Taufe tragen Eltern ihr Kind in die Kirche. Neben dieser lebensbedeutsamen Geste zeigen alle Beteiligten damit auch, dass sie Gott akzeptieren als den, der alles Leben schenkt und begleitet und dass sie sich von diesem Gott auch „tragen lassen“ wollen. Auch Maria und Josef haben dies für sich und für Jesus entschieden, als sie ihn in den Tempel getragen haben. Sie danken als gläubige Juden Gott für die Geburt und bitten um Gottes Begleitung. Vielleicht denken ja, junge Eltern auch dankbar an die Geburt ihres Kindes und vertrauen ihr Kind Gott an, damit er es „tragen“ kann – begleitet von der Gemeinschaft der Kirche – durch ein ganzes Leben und über das irdische Leben hinaus. Das besagt nämlich unsere Taufe. So ist die Taufe schon ein gewichtiges Sakrament, mit dem wir Menschen in den Lebensbereich Gottes eintreten und aufgenommen werden.

Gott will uns tragen und Gott wird uns ertragen – so wie wir sind. Im Buch des Propheten Jesaja können wir lesen: „Ich werde euch tragen bis ins hohe Alter, bis ihr grau werdet. Ich, der Herr, habe es bisher getan, und ich werde euch auch in Zukunft tragen und retten.“ (Jes 46,4). Das ist eine Zusage, die einem leben lässt. Gerade in diesen Zeiten, in denen uns durch die Katastrophen von Krieg und Klimawandel oft „der Boden unter den Füßen weggezogen“ wird, in denen wir vielfältig Entwurzelung auch in der Familie und im Beruf erleben müssen, ist es für uns heilend zu wissen, dass wir getragen sind und werden – von dem, der Zeit und Ewigkeit „in seinen Händen hält“. Möge dies uns mehr und mehr bewusst werden und mögen wir es vor allem unsere Kindern erleben lassen, dass sie getragen sind, wenn wir sie zur Taufe „in die Kirche tragen“ …

Dass Sie dieses „Getragensein“ für sich entdecken können, das wünschen wir Ihnen!

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Getragen

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Als Kind wird Jesus
in den Tempel getragen –
Eltern tragen ihr Kind
in die Kirche


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