Katholische Pfarrgemeinde St. Antonius – St. Wolfgang Kümmersbruck

Liebe Pfarrangehörige
Liebe Leser/innen!

Erntedank fordert uns – vielleicht in unseren jetzigen Zeiten anders, als wir es gewohnt sind. Wir kommen heute nicht mehr davon, wenn wir meinen, wir bräuchten nur die „Früchte der Erde“ zum Altar legen und könnten das Erntedankfest dann „abhacken“.
In unseren Zeiten, in denen heute vieles „brüchig“ geworden ist, können wir doch gar nicht anders, als dass wir zum Nachdenken kommen. Wir merken, dass nichts selbstverständlich ist, dass wir uns neu orientieren und aufstellen müssen, wenn wir eine Zukunft haben wollen. Der Bereich unserer unmittelbaren Lebensmittel rückt durch das Erntedankfest in den Focus. Wir haben auch schon bei den Bittgängen darüber nachgedacht und wir müssen uns wieder damit beschäftigen, wenn wir nicht schwarz-weiß malen wollen und einfachen Parolen aufsitzen wollen. Das Thema „Lebensmittelgewinnung“ und damit verbunden auch der Wert der landwirtschaftlichen Arbeit, der Arbeit aller, die Lebensmittel verarbeiten, muss uns als Christ/innen beschäftigen, wenn wir uns vom Erntedankfest inspirieren lassen. Wir werden nicht vorschnell, leichte und einfache Antworten finden, aber uns kann bewusstwerden, dass wir mit allen Lebensmitteln, mit den Menschen und Tieren, achtsam, feinfühlig, verantwortungsbewusst und dankbar umgehen sollten. Dazu will das Erntedankfest motivieren. Zu einer Gesprächsrunde über die Thematik lädt übrigens auch der PGR-Sachausschuss „EineWelt-Arbeit & Umwelt“ am 26. Oktober ein …
Dass die Getreidefrachter aus der Ukraine einen Weg finden, damit Menschen nicht hungern müssen, ist eine gute Nachricht dieser Monate, dass aber der unsägliche Krieg in der Ukraine nicht zum Stillstand kommt, zeigt, wie unmenschlich Menschen sein können. Vergessen wir jene nicht, die der Gewalt ausgesetzt sind – auch weltweit – in unserem Beten und in unserem solidarischen Handeln …
Mit dem Beginn eines neuen Arbeitsjahres in unserer Pfarrgemeinde stellt sich für uns auch als Kirche vor Ort die Frage: „Seid ihr noch zu retten?“ Der Münchner Pfarrer Rainer M. Schießler wirft sie in seinem Buch auf und wir laden ein, sich davon inspirieren zu lassen. Seine Gedanken tun gut in einer Zeit, in der wir uns auch als „Kirche vor Ort“ neu aufstellen müssen. Wer gerne „mitlesen“ möchte, ist herzlich zu den Abenden „eines Pfarrers und seines Kirchenpflegers“ eingeladen, die wir planen …
Frohgemut, beharrlich und in Gottes Namen fangen wir wieder an – und wir brauchen auch Sie, wenn wir „gemeinsam unterwegs“ für eine menschliche Welt sein wollen und unser Leben gestalten wollen – seien Sie herzlich zum Mitmachen in Ihrer Pfarrgemeinde eingeladen!

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Das
Erntedankfest
fordert uns …

Kerstin Wallmeyer, Pfarrbriefservice

Wenn wir nachdenken,
könn(t)en wir
dankbar sein!


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